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 Irgendwann kommt in jedem Hundeleben der Moment, in dem sie uns verlassen. Oder besser, wir sie loslassen müssen. So geschehen bei unserer Hündin Cajun. Sicher, sie war mit ihren 13 Jahren schon alt und wir hatten Zeit, uns an den Gedanken zu gewöhnen. Sie wurde langsamer, zunehmend wackelig auf den Beinen. Schon seit Monaten machten wir nur noch kleine Gänge mit ihr allein. Dann kam die Zeit, in der sie langsamer fraß - bei einem Labrador ein echts Warnzeichen. Und es war klar,dass es nicht mehr besser werden würde. Die letzte Zeit wurde sie gebrechlich, schon wenige Schritte reichten und das Fressen wurde sehr schwer. Aber zwischendurch sah sie uns immer wieder wach an und wedelte. In diesen Tagen wurde sie rundum verwöhnt. Jedes Familienmitglied nahm sie immer wieder Zeit, sie zu streicheln und mit ihr zu sprechen, das Lieblings-Kuscheltier wurde als Kissen zurechtgelegt, die verschiedensten Leckerbissen angeboten, sie wurde nachts sogar zugedeckt. Und immer stand die Frage im Raum, wann es besser wäre, sie gehen zu lassen. Als wir die Entscheidung schließlich trafen, war neben aller Trauer erst mal Erleichterung und der leise Zweifel, doch zu lange gewartet zu haben. Gestern ging es mal wieder um die Frage, wer was im Haushalt erledigt. Und Lukas meinte spontan: "Ich gehe mit Cajun raus!" Und im nächsten Moment meinte er: "Mama, ich habe mich noch nicht daran gewöhnt, dass sie nicht mehr da ist!" Ja, genau so ist es. Und was ist mit unseren Hunden? Ging es ihnen wie uns? Die Realität ist, dass sie freundlich zu Cajun waren wie immer. Aber nicht rücksichtsvoll. Leicht wurde sie umgerannt. Und beim Futter wurde sie vom Napf gedrängt, wenn wir nicht aufpassten. Hatten wir Cajun ein kuschliges Nest gemacht , nahm gerne ein andere Hund darin Platz. Allein im Rudel wäre es wohl sehr viel schneller gegangen. Das ist nicht schön, aber schlechter? Trotzdem: Als Mensch möchte ich diese intensiven letzten Tage nicht missen..... Ihre Beate Ting  | |
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