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| Mein Lieblingsleseplatz ist eine geschütz-te Stelle an unserem Gartenzugang. Dort saß ich ganz vertieft, als meine Tochter kam und ganz erschrocken fragte, was denn los sei. Erwischt! Ich bin hoffnungslos sentimetal und liebe Bücher oder Filme, bei denen ich vor Rührung hemmungslos weinen kann. (Manche Filme schaue ich mir deshalb vorsichtshalber allein an).Das Buch, bei dem mir die Tränen so auf die Seiten getropft sind, heißt "Ein Freund namens Henry" und es hat mich sehr berührt.Obwohl es von einem Golden handelt und ich eigentlich um solche Erfahrungsberichte einen großen Bogen mache. Geschrieben wurde es von der Mutter eines autitistischen Sohnes und es ist mit genügend schwarzem, englischen Humor gewürzt, dass es zu keiner Zeit langweilig oder gar kitschig wirkt. Als der Junge ungefähr 6 Jahre alt ist, tritt ein Golden-Welpe in sein Leben. Wie dieser Hund das Leben der Familie ganz entscheidend verändert, ist einfach eine schöne Geschichte. Und wie aus einem Fußtritt, den der Junge seinem Hund verpaßt, eine wirklich berührende Liebeserklärung wird, sollte jeder selber lesen . Fasziniert hat mich auch der Einfalls-reichtum, mit der die Mutter die zahlreichen Probleme löst. Ein wenig kann man sich im Umgang mit Hunden und Kindern sicher davon absehen. Meine Tochter übrigens hat nur mit dem Kopf geschüttelt. Derzeit ist sie davon überzeugt, dass das Zusammenleben mit unseren Hunden ganz sicher ernsthafte Schäden bei ihr hinterlassen wird. Das dachte der erwachsene Sohn meiner Freundin auch. Jetzt hat er selbst eine Freundin und die liebt - nach was wohl - Hunde. Es gibt also noch Hoffnung. Wie sagte dieser Junge, als er mit seinem Hund in die Hundeschule ging: dort suchen wir nach Henrys Gehirn... Beate Ting | |
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