Der große Pups

Zwei Dinge, die kleine Kinder und Hund gemein haben – das sind sicher noch mehr… Aber beide Parteien können nicht genau sagen, was ihnen fehlt, wenn sie krank sind. Und beide Parteien neigen dazu, krank zu werden, wenn man gerade wegfahren will oder bereits unterwegs ist.

So erreichte mich am Samstag, bei einem geschäftlichen Termin in einer anderen Stadt, ein Anruf meines Sohnes. Er war der Hundesitter im Einsatz und nach drei Stunden mittags wieder nach Hause gekommen. „Babette geht es sehr schlecht, sie kann kaum aufstehen und zittert.“ Genau in diesem Moment verwandelte ich mich in eine panisch besorgte Hundebesitzerin, die mit Mühe klar denken konnte. Aber mein Sohn war schon auf dem Weg zum Tierarzt, trug den Hund in die Praxis und erstattete minütlich Bericht. Während dessen hatte ich schon den nächsten Zug nach Hause herausgesucht und wartete ungeduldig auf weitere Nachricht. Vergiftet? Nein, kein Erbrechen. Zu wild getobt mit den anderen und Kreuzbandriss? Nein, so mein Sohn, die Gelenke seien nach Untersuchung unauffällig. Aber der Rücken? Wird geröntgt. Stark gebläht im ganzen Darmbereich und unverdautes Futter im Magen. Magendrehung? Ein Gegenstand im Darm? In dem Moment bahnte sich offenbar ein guter Teil der Darmgase ihren Weg ins Freie und sofort ging es dem Hund besser. Mit allen Vorsichtreglungen und Anweisen versehen verließ Babette wieder auf vier Pfoten die Praxis und wollte sogar ins Auto springen. Entwarnung? Erst mal abwarten.

Aber bereits eine halbe Stunde später sendete mein Sohn mir ein kleines Video, auf dem eine wieder ziemlich normale Babette auf einem Spaziergang zu sehen war. Und am Abend sah ich sie friedlich neben meinem Sohn auf dem Bett schlafen.

Diese Episode wird wohl unter dem Titel „Der große Pups“ in die Annalen eingehen. Gefühlt jedoch war es eher „dem Tod von der Schippe gesprungen“. Wohl dem, der einen kundigen Hundesitter hat und einen Tierarzt, der auch am Wochenende da ist. Und ein Dank für den Erfinder des Mobil-Telefons. Technik, die begeistert…

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