Die Hitzewelle kann kommen…

Jetzt kommt die Hitzewelle! – das ist diese Woche bei uns im Büro ein geflügeltes Wort. Wir können uns hier im Norden nicht über zuwenig Sonne beklagen. Beim Blick aus dem Fenster sah immer alles wunderbar aus. Allerdings pfiff einem dann ein eisiger Wind um die Nase, teilweise in Sturmformat. Und die Temperaturen haben in diesem Frühjahr nur ganz selten einmal die 20° Marke geknackt – so fiebern wir also der Hitzewelle entgegen. Und tatsächlich: Beim heutigen Spaziergang konnte man glatt die Jacke zu Hause lassen. Vorsichtshalber wurde Paul, der Cocker, vorher kurz geduscht – was er hasst – aber diese Wasserkühlung ist gut für ihn, denn er verträgt Wärme nicht so gut. Wahrscheinlich, weil er permanent mit der Nase am Boden im Gras an den Wegrändern cockert. Die anderen nehmen es entspannt.

Ganz besonders für Hannah, meine alte Hündin, wünsche ich mir einen guten Sommer. Sie liebt es, Sonnenbäder im Garten zu nehmen. Zwischendurch noch mal im Gras gewälzt, dann genüßlich dösen, bis es zu warm wird. Dann schleppt sie sich in Haus und bricht auf den kalten Fliesen zusammen. Nicht lange allerdings, dann zieht es sie wieder in die Sonne. Wahrscheinlich tut die Wärme ihren alten Knochen gut.

Manou ist das Wetter eigentlich ziemich egal. Der Vorteil an warmen, sonnigen Tagen ist jedoch die Tatsache, dass sie trocken und bequem auf ihrem Aussichtspunkt liegen kann wie die Wacht am Rhein. Sie liegt zwar ruhig, aber alle Sinne sind im Einsatz, die Augen, die Nase und die Ohren. Was da so interessant ist, erschließt sich mir als Mensch nicht ganz, denn eigentlich passiert im Garten und auf der umliegenden Weide vorzugsweise – nichts. Aber wehe, wenn sich denn mal Pferd oder Mensch in ihr Sichtfeld verirrt, wird der entsprechend verbellt.

Paul geht auch im Sommer nur in den Garten, wenn es sich nicht vermeiden lässt oder aber die anderen ihn mitziehen und die Neugierde einfach zu groß ist. Niemals käme er auf die Idee, mitten auf der Wiese zu liegen, und gar noch in der Sonne. Auch bei der Gartenbegehung vermeidet er die offene Fläche und hält sich eher an die Ränder und Begrenzungen. Wenn draußen liegen, dann doch nur auf der gepflasterten Terasse oder im Blumenbeet direkt an der Hauswand.

Mein Mann hat die gerade gestiegenen Temperaturen (immerhin knapp über 20°) dafür genutzt, mitten im Garten einen Parcours aufzubauen, damit man so nebenbei mal einen kleinen Sprung oder Slalom üben kann – mit Hund, versteht sich.

Für Manfred allerdings ist im Sommer der Garten sein zweites Wohnzimmer. Und die kommende Wärme hat sich schon gestern Nacht angekündigt. Da fand ich Manfred in der offenen Gartentür liegend. Es war still, neben dem Mond leuchteten noch ein paar kleine Laternen im Garten und er meditierte zu mitternächtlicher Stunde in die Nacht hinaus.

Die Hitzewelle kann kommen, wir werden uns nicht beklagen, inklusive lauer Nächte für Manfred… Foto: © Fotolia / DoraZett

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