Ist es wirklich schädlich?

Letztlich fand in ich in der Tasche meiner Hundejacke eine kleine Tüte Gummibärchen, die Mini-Ausführung. Eigentlich bin ich nicht so auf Süßes, aber in diesem Moment waren sie gerade richtig. Also schnell aufgegessen. Meine Hündin Babette schaute erwartungsvoll zu mir hoch. Dank jahrelangem Training kann sie sehr gut betteln um Futter. Also warf ich ihr mit einer lässigen Bewegung eines zu, das sie perfekt auffing und sofort abschluckte.

"Du gibst einem Hund Gummibärchen?! Weißt du nicht, wie schädlich die für Hunde sind? Richtig giftig!" Eine Trainingspartnerin hatte mich erwischt. Ein verantwortungsloser Hundebesitzer, der seinem hilflosen Vierbeiner Gefahren aussetzt und vergiftet.

Zugegeben, in Gummibärchen sind schon ziemliche eklige Zutaten und man kann das jetzt nicht gerade gesunde Ernährung nennen. Und Babettes Urväter, die Wölfe hatten die sicher nie auf ihrem Speiseplan. Babette war wenig beeindruckt und sah auch noch ganz fit aus – aber die inneren Schäden und Spätfolgen sind nicht abzusehen. Automatisch regte sich bei mir ein schlechtes Gewissen.

Andererseits – hätte sie gesagt: "Du, Gummibärchen sind nicht gesund für dich und deinen Hund!", wäre das doch etwas anderes gewesen. Es verwundert mich immer wieder, wie achtsam und extrem gesundheitsbewußt so manche Hundebesitzer gerade in Hinsicht auf ihren und andere Hunde sind. Und da gibt es keine Ausnahmen. Das ist doch schon ein wenig seltsam, selber eine Fertigspizza zu sich zu nehmen, aber wenn der Hund nur ein Stück davon bekommt, ist sein Leben in Gefahr.

Natürlich füttere ich Babette nicht mit einer Familienpackung Gummibärchen und auch nicht ausschließlich mit Pizza. Aber, ganz ehrlich, Ausnahmen bestätigen die Regel. Es sind einige Tage vergangen und uns beiden geht es immer noch gut. Außerdem war das Bärchen für Babette ein weißes – nur die roten und grünen sind gefährlich. Deshalb esse ich die auch nicht…

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