Mit dem Hund im Restaurant

Es gibt Dinge, die sind im Leben einfach wichtig. Also in unserem Leben ist es die Tatsache, dass ein Hund sich im Restaurant gut benimmt. Und das können unsere Hunde im Vergleich zu manch anderem wirklich hervorragend.

​Kürzlich war ​die kleine ​Babette an der Reihe, dies zu lernen. So nahmen wir sie also gut ausgetobt mit zu einem Italiener und setzten uns in einem ruhigen, kleinen Seitenraum. Anfangs war sie noch unruhig und wollte die Gegend erkunden, lernte aber, dass dies nicht unbedingt gewünscht war. Nach dem ersten Happen Weißbrot in Olivenöl begriff sie zudem sehr schnell, dass unter dem Tisch mit Blick auf den Tisch der beste Ort sei. Ein wenig von der Vorspeise und dann eine Wartepause, in der sie tatsächlich ein wenig schlief. Nun setzte sich ein Gast an den Nachbartisch und beobachtete, dass Babette vom Tisch gefüttert wurde. Das sei jetzt aber nicht zuträglich für die Erziehung oder wollten wir etwa, dass der Hund später am Tisch bettelt um Futter. Recht hat er, der Mann. Allerdings sind wir jetzt gut mittelalt, die Kinder aus dem Haus oder fast. Und auch kein Vorbild. Und wenn wir denn so schlemmen mit einem Hund, der ordentlich auf der mitgebrachten Reisedecke Livingston unter dem Tisch liegt und huldvoll einige Brocken entgegen nimmt, dann gönnen wir uns das. Wozu sind schließlich Regeln da, wenn man sie nicht auch über den Haufen werfen kann. Das Essen war vorbei und wir gaben diesen Auch-Hundebesitzer völlig recht.

Da betrat der Restaurant-Besitzer den Raum und begann, unseren Hund mit Resten aus der Küche zu füttern. Babette fand das absolut in Ordnung und hat vor allem eines gelernt: zum Italiener gehen lohnt sich. Unterm Tisch liegen auch. Unbedingt.

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