Schneckenkorn – Aktuelle Warnung bei Spaziergängen in der Feldmark

Eine Züchterin aus Niedersachsen hat mit darüber informiert, dass ein von ihr gezüchteter Hund nach Aufnahme von Schneckenkorn leider verstorben ist. Diese Aufnahme geschah vormittags am Feldrand und wurde vom Besitzer leider nicht beobachtet. Nach einem Krampfanfall wurde der Tierarzt aufgesucht, aber der Hund war nicht zu retten. Auch wegen der warmen Witterung wird derzeit wohl von Landwirten vermehrt vor allen Dingen beim Raps eingesetzt. Leider ist wenigen bewußt, dass das im Schneckenkorn enthaltenes Nervengift Metaldehyd den Hund in ernste Gefahr bringt. Es reichen schon geringe Mengen aus, um den Hund ernsthaft zu schaden. Leider ist neben dem direktem Fressen auch das Lecken der Pfoten durchaus eine Aufnahmequelle. Schneckenkorn hat einen leicht süßlichen Geschmack, den Hunde durchaus mögen.

Mögliche Symtome für diese Vergiftung: Reizung der Augen- und Mundschleimhaut, Durchfall, erhöhter Speichelfluss, krampfartige Anfälle, Koordinationsstörungen und Fieber. Bei ersten Anzeichen muss der Hund sofort dem Tierarzt vorgestellt werden, denn nur in den ersten 30 bis 60 Minuten kann mit Brechmittel, Magenspülungen und Abführmitteln die Giftaufnahme im Körper verhindert werden. Falls der nächste Tierarzt sehr weit entfernt ist und der Hund noch bei Bewußtsein, können als erste Hilfe 10 bis 15 in Wasser aufgelöste Kohletabletten gegeben werden.

Kohle nimmt kurzfristig einen Teil des Giftes aus. Achten Sie also darauf, dass der Hund bei Spaziergängen in der Feldmark auf Wegen bleibt – eigentlich selbstverständlich – und nichts aufnimmt. Pfoten können nach dem Spaziergang gesäubert werden. Diese Vorsichtsmaßnahme ist auch hilfreich bei anderen Giften, die auch jetzt noch auf Felder gebracht werden, um das Wachtum z.B. von Getreide aufgrund der Witterung zu hemmen. Dabei kann es zu massiven Hautirritationen kommen.

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