Über Wundermittel und Ungläubige

Derzeit ist ja wieder Hochsaison für Zecken. Und tatsächlich habe ich schon einige dieser Tiere von unseren Hunden abgesammelt und getötet – trotz der negativen Auswirkungen auf mein Karma. Das muss nicht sein, las ich letztlich. Ganz einfach den Hund mit Kokosöl einreiben und die Zecken sind verschwunden. Ich schätze Kokosöl sehr, nutze es zum Kochen, als Haarkur und für die Körperpflege. Die Vorstellung jedoch, alle meine vier Hunde vor jedem Spaziergang damit einzureiben, fand ich denn doch ein wenig unpraktisch. Hinzu kam die Frage, ob sie dann nicht „rückfetten“ auf unseren Möbeln. Und auch die Wirkungsweise ist mir ein wenig schleierhaft. Vielleicht rein mechanisch – den Zecken wird das Hundefell einfach zu glitschig!

Nun denn, eine andere Methode besteht darin, den Hunden Koblauch zu füttern. Es ist zwar unbestritten, dass Zecken schon ziemliche Blutsauger sind, andererseits bin ich nicht sicher, ob sie überhaupt Geruchssinn haben und ob Koblauch sie wirklich abhält. Also dann, eine Bernsteinkette. Rein optisch finde ich ja, dass meinen Hunden diese Ketten gut stehen würden und auch farblich sehr gut passen. Ob meine Hunde das auch fänden, wage ich zu bezweifeln. Manou findet schon das vorgeschriebene Halsband beim Training mehr als lästig. Und so ganz habe ich bis jetzt noch nicht verstanden, was Zecken eigentlich an Bernsteinketten auszusetzen haben. Die darin eingeschlossenen Insekten? Die Farbe? Hat Bernstein eine Ausstrahlung? Fragen über Fragen.

Also halte ich mich an die gute alte Schulmedizin und nutze ein Medikament in Rücksprache mit dem Tierarzt, das zugegeben Gift enthält. Das ist nicht schön und mit Vorsicht zu nutzen. Ich habe selbst erlebt, wie einer unserer Hunde vor einigen Jahren mit einem schlimmen Hautausschlag reagiert hat. Andererseits schützt es vor Zecken und anderen Parasiten und diese können nun ihrerseits für den Hund sehr bedrohliche Krankheiten übertragen. Wie in so vielen Fällen ist es eine Frage der Abwägung. Eine Idee fand ich jedoch nicht schlecht – die gute alte Fusselbürste meiner Oma. Wenn man nach dem Spaziergang damit über den Hund fährt, bleiben Zecken, die sich noch nicht festgebissen haben, daran kleben. Soweit zumindest die Theorie. Schaden kann man damit ganz sicher nicht anrichten und meine Tochter würde sich über dieses Utensil freuen, um endlich die Hundehaare von ihrer Kleidung zu entfernen…

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