Auch Hunde brauchen Urlaub

Wir waren für ein paar Tage in Urlaub. Ohne Hunde. Das ist an sich schon ein Grund für ein schlechtes Gewissen. Um Mißverständnisse zu vermeiden – nein, sie haben die Tage nicht in einem Zwinger verbracht oder in gewaltfreien Gruppenhaltung in einer Hundepension. Sie waren einfach zu Hause. Mit einem Hundesitter, den sie schon sehr lange kennen. Aber trotzdem! Wird der wohl auch die kleinen Zeichen und Dinge beachten. Bekommt Manfred seine Brühe oder Nudeln ins Futter? Paul seine Extra-Streichel-Einheiten? Regiert er auf Hannahs aufforderndes Bellen? Genug Dinge, über die man sich im Urlaub Gedanken machen kann trotz täglicher Updates inklusive Fotos.

Natürlich haben die Hunde sich sehr gefreut bei unserer Heimkehr. Und dann der prüfende Blick. Fell in Ordnung? Haben sie zu- oder abgenommen? Keine Lahmheiten oder sonstige Einschränkungen? Nein, alles in Ordnung. Mehr noch, sie machten einen äußerst zufriedenen Eindruck, so als hätten sie Urlaub gehabt und nicht wir. Tägliche, ausgedehnte Fahrrad-Touren mit Gelegenheit zum Schwimmen war wohl einer der Gründe. So fit waren sie schon lange nicht mehr. Wohl auch die Tatsache, dass so manches erlaubt war, was sonst gar nicht geht. Wilde, gemeinsame Ballspiele im Garten beispielsweise – ohne jede Regel. Schlafen auf verbotenen Möbeln. Und wohl noch so manch anderes, das ich nicht so genau wissen will. Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse… Zu verdanken haben wir alle das einem Hundesitter, der die vier mag. Am meisten wohl Manfred, den jungen Rüden, der eigentlich alle „Jungs“ um den Finger wickelt. Und auch Paul, der besonders klein wirkt, wenn man als Mensch fast zwei Meter groß ist, hat sicher genug Aufmerksamkeit bekommen.

Alles gut soweit. Sie sind halt kleine Opportunisten. Trotzdem habe ich sie schon ganz schön vermißt…

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