Hau ab, oder ich töte dich! …aber sonst war alles gut

Eine Fahrt mit dem Wohnmobil mit vier großen Hunden, zwei jungen und zwei nicht mehr ganz jungen Menschen ist eine ziemliche Herausforderung. Alle Bedürfnisse wollen befriedigt werden: gute Spaziergänge mit den Vierbeinern, interessante Dinge zum Erleben und Ansehen und schließlich eine gutes Restaurant für das leibliche Wohl. So kann es sein, dass man am Morgen noch im Allgäu auf Wiesen läuft, anschließend eine Stadt besichtigt und am Abend in einem schönen Restaurant direkt am Rhein zu Abend isst und schließlich direkt da den Sonnenuntergang betrachtet – wenn alles gut läuft.

Eigentlich ist ja genug Platz in diesem Wohnmobil für alle. Nur leider haben gerade die Hunde die Angewohnheit, am liebsten alle vorne im Fußraum zu liegen. Wenn das nicht geht, dann zumindest direkt im Zugang mit Blick nach vorne. Im hinteren Bereich dafür sehr viel Platz. Es sei denn nachts – dann ist gerade die Toilettentür immer blockiert, weil irgendein Hund genau da und nur da liegen will. Aber insgesamt lässt es sich doch ganz gut aushalten.

Am besten hat dieser Ausflug ausgerechnet meiner alten Golden Hündin Hannah gefallen. Im Wohnmobil hat sie ihren Platz unter Bank und Tisch gefunden, der dann für sie reserviert war. Wenn wir irgendwo anhielten, schaute sie sich um als wolle sie sagen: „Kenne ich nicht, die Gegend, ist aber schön!“ und dann hoppelte sie los in ganz ungewohnter Geschwindigkeit. Ich denke, dass es ihr manchen Tagen in unserem Garten ganz ähnlich geht. Aber hier musste man höllisch aufpassen, dass sie sich nicht in irgendwelche Fluten stürzte, aus denen sie nie wieder ohne Hilfe herausgekommen wäre. Sie genoss alles in vollen Zügen und war sehr zufrieden am Abend in einem Restaurant zu liegen und mit ölgetränktem Weißbrot gefüttert zu werden. Es gab viele unbekannte Hunde, die man begrüßen konnte. Ihr Highlight war sicher ein gemeinsames Bad von Hund und Mensch im Rhein und ein Picknick auf einer Waldwiese.

Brenzlige Situationen gab es auch. So als beispielsweise eine nette, ältere Dame mit uns plaudern wollte während unseres Frühstücks. Unseligerweise hatte sie Maurice dabei, einen kleinen Pinscher-Rüden, der in wenigen Metern Abstand auf und ab lief und provozierend sein Bein hob. Paul saß fassungslos unter unserem Tisch und alles an ihm sagte: „Hau ab, oder ich töte dich!“ Maurice hat es verstanden und hielt den Abstand. Als schließlich noch Hannah hinlief und sich vor dem Macho-Zwerg auf dem Boden warf, hat er sich nur noch angewidert abgewandt und stattdessen die Gänse am anderen Flussufer beobachtet. Dann war auch seine Welt wieder in Ordnung…

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