Hundesportverein die Zweite

Nun ein kurzer Zwischenstand über meinen Selbstversuch, bei dem ich mir drei Hundesport-Vereine in meiner Umgebung ansehe und nach einer passenden neuen Beschäftigung für mich und meinen Hund suche. Als erstes Hindernis entpuppen sich die Trainingszeiten. Nachmittags unter der Woche sollte eigentlich kein Problem sein, aber es artet dann doch in Stress aus, mich rechtzeitig von Büro und Familie loszueisen. Ob das den anderen wohl auch so geht.

Hundesport-Vereine liegen völlig zurecht meist am Ortsrand in mal mehr, mal weniger schöner Umgebung. Alle jedoch sind liebevoll gepflegt und gut ausgestattet. Ich wurde grundsätzlich freundlich empfangen von den Teilnehmern und Trainern (mit einer Ausnahme). Die Atmosphäre ist locker und entspannt. Was mir auf Anhieb gut gefällt: viele verschiedene Hunde, vom Dackel bis zur Dogge, Alt und Jung, Mischling und Rassehund. Das ist spannend, denn bisher hatten mein Hund und ich immer unter „seinesgleichen“ trainiert. Was mir noch auffällt: das Geschirr ist sehr beliebt, um seinen Hund zu führen. Und es sind deutlich mehr Frauen anwesend als Männer – na ja, ich falle ebenso in erster Kategorie. Auf meine Nachfrage werde ich gut informiert über die verschiedenen Betätigungsfelder, die von einer Grundausbildung, Agillity, Obedience, Dogdancing bis hin zur Rally-Obedience reichen. Keiner der drei Vereine bot übrigens Schutzhundesport an.

So habe ich mir Rally-Obedience angesehen: Übungen aus der Unterordnung werden unterschiedlich angeordnet und abgefragt. Das hört sich leichter an als es tatsächlich ist und fordert vor allem vom Menschen ziemlich viel Konzentration und immer wieder Einstellen auf neue Situationen ab. Aber die Hunde (und Menschen) wirkten alle so, als würde ihnen die Sache Spaß machen und ich hätte es am liebsten sofort selbst mal probiert. Am Wochenende haben wir uns dann noch ein kleines Turnier angesehen und waren ziemlich beeindruckt von den Leistungen der Hunde. Eine schon etwas ältere Malinois-Hündin (was sonst) absolvierte den Parcours mit 99 von 100 Punkten. Die Teilnehmer waren gut gelaunt, die Hunde entspannt und freudig – kurz, das Ganze war schön anzusehen. Eine Übung bestand z.B. darin, um drei aufgestellte Töpfe mit Futter zu laufen. Die Vorstellung mit meiner inzwischen verstorbene Labrador-Hündin Cajun, die nichts so sehr liebte wie Futter, diesen Parcours laufen zu wollen, lies mich dann eher schmunzeln.

Mein Fazit: durchweg positiv! In der nächsten Woche werde ich auf jeden Fall eine Probestunde mit Manou machen und sehen, wie es ihr gefällt. Bisher habe ich erlebt, dass Hundesport-Vereine viel besser sind als ihr Ruf und sicher ein Anlaufpunkt für alle, die sich mit ihrem Hund beschäftigen wollen.

Foto: © danielajuwan - Fotolia.com

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